Checkliste Kita Auswahl

Checkliste Kitaauswahl
Die beste Kita für mein Kind

Die Kita sollte ein Ort sein, wo sich die Kinder wohl fühlen und gerne hingehen. Diese 10 Kriterien der Checkliste Kita helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Kita für Ihr Kind.

Die Top 10 Qualitätskriterien für die Kita Auswahl

Alle führenden Wissenschaftler empfehlen für eine Krippengruppe mit meistens 12 Kindern mindestens 3 Betreuer und für eine Kindergartengruppe mit bis zu 25 Kindern mindestens 4 Betreuer.

Versuchen Sie durch Besuche vor Ort und Gespräche mit anderen Eltern in Erfahrung zu bringen, wie viele Pädagogen in der Regel tatsächlich anwesend sind. Denn nur wenn beständig genügend Personal an Bord ist, können die Betreuer mit den Kindern auch liebevolle Beziehungen pflegen und pädagogisch gehaltvoll arbeiten, anstatt sich von einem Personalmangel zum nächsten zu retten.

Deswegen sollten Sie auch nachfragen, ob zusätzliche Springerkräfte in der Einrichtung zur Verfügung stehen und ob die Leitung des Standortes vom Gruppendienst frei gestellt ist, so dass sie sich um ihre Mitarbeiter auch kümmern kann.

Genauso wichtig wie die tatsächliche Anzahl der Pädagogen ist deren Eignung für die so fundamentale Aufgabe, Ihr Kind zu betreuen und zu erziehen. Das Wichtigste ist, dass Ihr Kind feste Bezugspersonen hat, zu denen es eine stabile, vertrauens- und liebevolle Beziehung aufbauen kann.

Damit Ihr Kind Selbstbewusstsein, Selbständigkeit und vielfältige Fähigkeiten entwickelt, müssen seine vielen Milliarden Nervenzellen miteinander verbunden und vernetzt werden. Dies geschieht umso besser, je mehr Reize die Sinnesorgane stressfrei erfassen können.

Die Entwicklung Ihres Kindes wird durch eine gut durchdachte und behutsame Förderung aller Kompetenzbereiche begünstigt. Wichtig ist auch ein Tagesablauf, der sowohl Rituale, vielseitiges Programm wie auch Freispiel und Ruhezeiten vorsieht.

Dabei sollte weder eine übertriebene Planung und „Taktung“ der Inhalte noch eine ausschließlich spontan aus der Situation heraus inspirierte Gestaltung des pädagogischen Alltags erfolgen. Fragen Sie daher danach, wie in der Gruppe und im Haus die Pädagogik geplant und transparent gemacht werden.

Bewegung ist für Ihr Kind genauso wichtig wie Essen und Trinken. Einerseits sind Hüpfen, Klettern, Balancieren, Springen und Laufen für die Entwicklung von Knochen, Haltung und Muskeln entscheidend. Andererseits ist die motorische Entwicklung aber auch Voraussetzung für die intellektuelle Entwicklung Ihres Kindes. Der Körper Ihres Kindes registriert jede Bewegung über die Sinnesorgane und sorgt so für die Verkopplung der Nervenzellen, die erst hierdurch funktionstüchtig werden.

Achten Sie daher bei der Auswahl Ihrer Kita auch darauf, ob die Betreuer selbst an Bewegung Freude haben und ob sowohl Ideen als auch genügend Möglichkeiten (Garten, Spielplätze in unmittelbarer Nähe) für die Bewegung Ihrer Kinder vorhanden sind.

Ihr Kind erwirbt sein eigenes Vokabular durch Nachahmung gesprochener Laute. Dies gelingt in der Kita umso besser, wenn die Betreuer selbst über entsprechenden Wortschatz und eine verständliche Aussprache verfügen.

Ihr Vorgehen sollte zudem stets sein, die ersten Kommunikationsversuche und Fortschritte der Kinder wertzuschätzen. Dabei ist das Aufnahmevermögen der Kinder bereits ab ihrer Geburt auf mehrere Sprachen ausgelegt. Insofern ist eine mehrsprachige Betreuung von Anfang an nicht nur möglich, sondern für die Entwicklung des Kindes besonders wertvoll.

Achten Sie daher darauf, dass sowohl die deutsch- wie auch ggfs. fremdsprachigen Betreuer über muttersprachliche oder zumindest sehr gute Sprachkenntnisse verfügen. Bilinguale Kitas sind, wenn sie nach der Immersionsmethode arbeiten, besonders zu empfehlen. Studien haben nachgewiesen, dass frühe Mehrsprachigkeit grundsätzlich zu einer lebenslang erhöhten geistigen Flexibilität sowie natürlichen Offenheit für Neues und Fähigkeit zu differenzieren führt.

Weitere Information finden Sie beim Verein für frühe Mehrsprachigkeit unter www.fmks.de.

Wie beim Spracherwerb müssen Kinder keine musikalischen Fähigkeiten erlernen, sie nehmen Musik von Geburt an einfach auf und verarbeiten sie. Damit ist aber nicht die „Beschallung“ der Kinder durch CD oder TV gemeint.

Vielmehr sollten die Betreuer oder Musikpädagogen mit den Kindern lebendig singen und musizieren, und dabei durch Bewegung und Mimik die Kinder zu einer allmählichen und im Verlauf immer akkurateren Imitation der Töne führen, die man ihnen anbietet.

Durch dieses begleitete Lernen nehmen sie schließlich die Bausteine der Musik auf und beginnen selbst zu singen, zu musizieren und sich zu bewegen. Dabei sollte es wie beim Spracherwerb keine Lernziele geben, sondern jedes Kind gemäß seines Entwicklungspfades angeregt und bestätigt werden.

Kinder sind Kinder. Dieser Satz, so einfach er ist, wird heute immer öfter übersehen. Zwar ist es notwendig, dass Kinder in der Kita wie zuhause gezielt Anreize zu ihrer Entwicklung erhalten. Genauso wichtig ist es aber, dass sie ihre Grundbedürfnisse nach Zuneigung, Ruhepausen, freiem Spiel und sozialem Austausch (toben, streiten, helfen) ausgiebig decken können.

Deswegen sollten ein Kindergarten und schon gar nicht eine Krippe wie eine Schule durch Kurse und Förderunterricht verplant sein. Förderlich sind vielmehr ausgewogene, alle Sinne ansprechenden Abläufe und Projekte, die nicht in Stress ausarten und jeweils das Interesse und die Möglichkeiten der einzelnen Kinder berücksichtigen und auf diese individuell eingehen.

Achten Sie daher darauf, dass das Konzept der Kita auf die Entwicklung der Persönlichkeit Ihres Kindes in all seinen Facetten ausgelegt ist und die Individualität Ihres Kindes beachtet und respektiert wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Kleinkinder eine abwechslungsreiche, ausgewogene, fettarme Frischküche. Grundsätzlich ist die frische Zubereitung der Speisen vor Ort gegenüber Catering zu bevorzugen, da lange Warmhaltezeiten zu Vitaminverlusten führen und nicht alle Speisen für Catering geeignet sind.

Aufgrund des hohen Aufwandes einer Frischküche werden die meisten Kitas dennoch durch Caterer versorgt. Ist dies der Fall, sollten Sie darauf achten, ob zur Verbesserung der ernährungsphysiologischen Qualität frische Salate, Rohkost und frisches Obst in Ergänzung zu den gelieferten Speisen angeboten werden. Hinsichtlich des häufig geäußerten Wunsches nach Bio-Lebensmitteln ist zu beachten, dass Discount-Bio-Lebensmittel kaum gesünder sind als konventionelle Lebensmittel. Wichtiger sind Zusammensetzung und Ausgewogenheit der Ernährung.

Achten Sie darauf, ob in der Einrichtung bei Bedarf ein spezielles Essen für Kinder mit Lebensmittelunverträglichkeiten (z.B. Gluten-, Milchzucker- und Fruchtzuckerunverträglichkeit) ohne Aufpreis angeboten wird und individuelle Lebensmittelallergien im Speiseplan berücksichtigt werden.

Es gibt keine einheitliche Regelung bzgl. der Öffnungs- und Schließzeiten der Kitas in München, die Zeiten werden individuell von den einzelnen Trägern beschlossen.

Vergewissern Sie sich daher im Vorfeld, ob die angebotenen Betreuungszeiten mit Ihrem (beruflichen) Alltag vereinbar sind. Während einige Kitas das ganze Jahr geöffnet haben, haben andere vor allem im Sommer lange Schließzeiten.

Auch hier gilt es für Erwerbstätige sich zu überlegen, wie die langen Schließzeiten überbrückt werden können. Informieren Sie sich daher auch, ob die Einrichtung bei Bedarf einen Frühdienst (Betreuung ab 7.30 Uhr) oder eine Ferienbetreuung anbietet.

Das Modell der Elterninitiativen sieht vor, dass sich Eltern durch Übernahme konkreter Tätigkeiten in und für die Kita aktiv einbringen, etwa im Bereich der Finanzen, des Personalmanagements oder der Bewirtschaftung.

Die meisten anderen Trägermodelle sehen eine solche Beteiligung nicht vor, die Eltern tragen höchstens ab und zu zur Gestaltung von Feiern oder Ausflügen bei. Wichtig ist aber für alle Kitaformen, dass die Kommunikation zwischen Eltern und Kita-Personal kontinuierlich, offen und wertschätzend erfolgt.

Fragen Sie daher nach, wie Sie über die Aktivitäten in der Kita, die Entwicklung Ihres Kindes und personelle Veränderungen informiert werden und an wen Sie sich bei Fragen wenden können.

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